Startseite

Wer ist
Felix Clervaux?


Künstlerische
Laufbahn


Geschichten/
Texte


Über das
Schreiben

Lieblinge

Verweise

Kontakt/
Impressum

Felix Clervaux heißt mit bürgerlichem Namen Uwe Siewert.

Er wurde wie Telemann, Johann Strauß (Vater), Herman van Veen, Helga Feddersen, Quincy Jones und Albert Einstein
am 14. März geboren, allerdings im Jahre 1965.
Sein Geburtsort ist ein Krankenhaus in Berlin/Spandau,
in dem bereits Ivan Rebroff seinen ersten Schrei von sich gab.

Den (Spitz-)Namen Felix (lateinisch für “Der Glückliche”) bekam er
bereits 1983 und wird seitdem auch grundsätzlich so genannt.
Nur auf offiziellen Papieren heißt er (zwangsweise) wie er heißt.

Das Clervaux entstand im gleichen Jahr und ist das Resultat einer Suche nach potentiellen Künstlernamen für einander
in einer Runde von ziemlich albernen Menschen.
Clervaux ist eine Stadt im Norden Luxemburgs,
welches Felix als das bezeichnet, was man Lieblingsland nennt.

Er wuchs in einem sozial schwachen Umfeld in einer Familie auf,
in der Gewalt nichts besonderes war:
Die Eltern schlugen nicht nur auf einander ein,
sondern machten auch vor ihren beiden Kinder nicht Halt.
Und nicht selten wurde etwas zum Wurfgeschoss oder zur Waffe.
Heutzutage würde ein Halbwüchsiger wegen der blauen Flecken
und Blutergüsse wahrscheinlich Schutz bei Polizei und Amt suchen,
aber in den Siebzigern war das noch nicht so sehr “in Mode”.

 

Seine schulische Laufbahn sollte mit dem Abitur zum Abschluss gebracht werden, doch dazu kam es nicht.
Aufgrund seiner Homosexualität wurde Felix von seinen Erziehungsberechtigten (!) im zarten Alter von 17 Jahren
auf die Straße gesetzt und war in den Folgemonaten
mehr damit beschäftigt, täglich ein Dach über dem Kopf zu haben
als geregeltem Unterricht nachzugehen.
Ein Abitur ließe sich ja schließlich auch später nachholen.

Der schnelle Erfolg, eine Ausbildungsstelle zum Verkäufer für Hausrat und Eisenwaren gefunden zu haben, kam zwar gelegen. Aber ob es das Schicksal damit letztlich gut mit Felix meinte,
schien von Anfang an doch eher fraglich.

Heutigentags sieht Felix diese Zeit als völlig verschwendet an,
denn: Obwohl er die Ausbildung nicht abschloss,
hat sich in seiner weiteren beruflichen Laufbahn
nie wieder jemand dafür interessiert.
Fleiß, Engagement und Interesse für die Materie an sich
waren die Eigenschaften, die den Betrieben wichtig waren.
Und dies war genau das, was Felix überdurchschnittlich
an den Tag legte, und somit im Laufe der Jahre zum treuen
und verlässlichen Mitarbeiter verschiedener Firmen
in Einzelhandel und Gastronomie werden ließ.

 

Gewürdigt als “Mitarbeiter des Monats”, von einer Chefin als Inbegriff des arbeitsamen Sohnes, den sie niemals hatte,
regelrecht verehrt und nach seiner Kündigung bei einem großen Modeunternehmen vom Bezirksleiter bekniet, doch bitte zu bleiben.

Zuletzt der Aufstieg vom einfachen Mitarbeiter zum Abteilungsleiter
im größten deutschen Unternehmen in Sachen Ton- und Bildträger. Welches durch bewusst geplante Misswirtschaft des Mutterkonzerns
in Konkurs gebracht wurde. Das war im Jahre 2003.

Danach versuchte sich Felix zusammen
mit seinem Lebensgefährten kurzzeitig mit einem eigenen Laden.
Aber ihr Konzept “Wir sind nicht nur besonders preiswert,
weil wir uns bereits angesichts der Einkaufspreise
schämen würden, mehr zu verlangen,
sondern grundsätzlich niemanden abzocken wollen.”
ging sogar in einer Gegend, die man wahrscheinlich als eine der Berliner Hochburgen der finanziell Schwachen, Geizigen und Konsumverweigerer bezeichnen kann, nicht auf.
Die Menschen sind heutzutage dank anhaltendem Lug und Trug
in Gastronomie und Einzelhandel misstrauischer denn je.

Inzwischen hat aber zumindest Felix’ Partner eine dauerhafte Anstellung als Berufsfahrer gefunden, die durchaus auch für Felix selbst von Interesse wäre, wenn...
 

ja, wenn er denn über einen Führerschein verfügen würde.
Seine Möglichkeiten sind aber nicht nur von daher eingeschränkt, sondern auch dadurch, dass seine Fähigkeiten und Erfahrungen
in Bereichen angesiedelt sind, in denen nicht nur
die Arbeitslosenquote generell besonders hoch ist,
sondern die wenigen Stellen auch bevorzugt mit dem (angeblich) schöneren Geschlecht besetzt werden. Ein üppiger Brustumfang
wird hier fast ausschließlich höher angerechnet als hervorragende Zeugnisse und umfassendes Wissen.

Gleichberechtigung funktioniert
in diesem Land nur in eine Richtung.


Und was war nun eigentlich mit dem Abitur?

“Ich habe lange Jahre vor Augen gehabt, das Abitur nachzumachen. Doch irgendwann dachte ich: Mit welchem Ziel? Ein Abitur allein bringt keine Arbeit und ein Studium garantiert ihn auch nicht.
Lieber etwas machen, das vielleicht unter meinem Niveau ist.
Aber somit auch weniger psychische Belastung mit sich bringt.
Meine Devise: Lieber eine Arbeit haben, aus der ich “hinaus” gehen kann und nichts “mit nach Hause nehme”.
Und den Kopf praktisch komplett frei habe.
Damit ich mich 100%ig auf meine privaten Interessen
und vor allem meine Kreativität konzentrieren kann.”
 

nach oben

© für alle Grafiken, Fotos, Texte: Felix Clervaux 2007
Kopie, Abdruck und weitere Verwertung nur mit Genehmigung